18. Februar 2018

葛兰 - 打喷嚏 - "Hatschi! Gesundheit!"

Die Sonntage den Künsten!




我并没有重伤风,也不是白雪公主老友记;
为什么一天到晚打喷嚏,这事情太稀奇。

难道有谁惦记我,在那里连名带姓把我提,
所以我一天到晚打喷嚏,打一个不停息。

上个星期有一位小李,小李,跪下了他的双膝,
他一定要我同意,允许他成连理。

还有一位就是那小季,小季,也对我提出威胁,
非要我爱情专一,要和他在一起。

一定就是他们俩,在那里连名带姓把我提,
所以我一天到晚打喷嚏,打一个不停息。

Achoo Gesundheit!

上个星期有一位小李,小李,跪下了他的双膝,
他一定要我同意,允许他成连理。

还有一位就是那小季,小季,也对我提出威胁,
非要我爱情专一,要和他在一起。

一定就是他们俩,在那里连名带姓把我提,
所以我一天到晚打喷嚏,打一个不停息。

16. Februar 2018

新年快乐! - xīn nián kuàilè!

狗年大吉新年快乐2018年2月16日!





Gǒu nián dàjí - xīn nián kuàilè! Zum Auftakt des Jahr des Hundes nach dem chinesischen Lunisolarkalender (noch einmal) alle guten Wünsche zum Jahreswechsel. 


旧历的年底毕竟最像年底,村镇上不必说,就在天空中也显出将到新年的气象来。灰白色的沉重的晚云中间时时发出闪光,接着一声钝响,是送灶的爆竹;近处燃放的可就更强烈了,震耳的大音还没有息,空气里已经散满了幽微的火药香。


- 鲁迅 《祝福》 (1924)

"Das Neujahrsfest nach dem alten Mondkalender wirkt mehr wie das wirkliche Neujahrsfest; nicht nur in den Städten und auf den Dörfern, sondern in der Luft selbst liegt ein Gefühl, daß jetzt ein neues Jahr beginnt. Aus den fahlen, tiefhängenden Abendwolken blitzt es häufig auf, und darauf folgt das Krachen der Feuerwerkskörper, die die Abreise des Herdgottes feiern. In der Nähe explodieren sie noch heftiger, und die Luft ist mit einem feinen Geruch nach Schwarzpulver getränkt."

- Lu Xun (1881-1936), "Zhùfú" ("Das Neujahrsopfer")

Das Dilemma der SPD

­Meine zwei geschätzten Blogger Kollegen Noricus und der Werwohlf haben den Niedergang der SPD in sehr guten Texten beweint und beleuchtet. Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob man die SPD braucht oder nicht. Das hängt im Wesentlichen von ihrer Verfassung ab, in der sie sich in nächster Zeit präsentieren wird. Eine zu starke Verklärung der Vergangenheit, in der zugegebenermaßen von der SPD und ihren führenden Politikern vieles auch richtig gemacht wurde, birgt immer die Gefahr den klaren Blick für die Zukunft zu verlieren und Dinge im hier und jetzt nicht mehr korrekt einzuwerten. Die Frage die ich mir stelle ist, warum die SPD in die Situation kam, in welcher sie sich heute befindet. Dazu habe ich mir ein paar Gedanken gemacht. Diese Gedanken liegen abseits von Personalien und versuchen eher am Grundsätzlichen zu rühren.

15. Februar 2018

SpaceX: "There's a starman waiting in the sky..."



(Bildquelle: NASA: Astronomy Picture of the Day, APOD Nr. 1802, 10. Februar 2018)

... He'd like to come and meet us
But he thinks he'd blow our minds
There's a starman waiting in the sky
He's told us not to blow it
Cause he knows it's all worthwhile

Nach einiger Überlegung habe ich mich entschlossen, meinen fragmentarischen Post aus der vorigen Woche anläßlich des Teststarts der prospektiven Mondrakete Falcon Heavy von der "Mondstartrampe" 39A in Cape Canaveral in seinem improvisierten Zustand zu belassen, als Dokument eines Moments, der die Geschichte der Raumfahrt verändern wird, und nur einige kurze Bemerkungen als Coda hinzuzufügen. Natürlich ist so etwas nichts als ein Publicity stunt, eine nette, überraschende symbolische Geste. Aber mit welchem Stil! Normalerweise werden Erststarts von neuen Trägerraketen ohne Nutzlast durchgeführt - sie dienen allein dazu, zu testen, ob das Zusammenspiel der Komponenten funktioniert, ob die Belastungen beim Start die Planspiele auf dem Reißbrett übersteigen; ob nicht durch das Zusammenspiel der einzelnen Baugruppen deletorische Synergieeffekte auftreten. Auch Elon Musk war sich keineswegs des Gelingens sicher, als er im Vorfeld im Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender  CNN ankündigte: "Whether the rocket succeeds or fails, it's gonna be exciting. People are coming from all around the world to see what will either be a great rocket launch, or the best fireworks display they've ever seen."  

13. Februar 2018

Moments bloguicaux: Die SPD schafft sich ab

Es gibt auch für Nichtlinke gute Gründe, der SPD eine gedeihliche Gegenwart und Zukunft zu wünschen. Deshalb kann es dem Verfasser dieser Zeilen nicht zur Freude gereichen, dass die Alte Tante derzeit immer tiefer in den Mahlstrom der Selbstbeschädigung abtaucht. Andererseits will das Mitleid mit den Protagonisten dieses Ritzens an den politischen Handgelenken seine engen Grenzen nicht verlassen, ist doch der desolate Zustand der deutschen Traditionspartei alles andere als fremdverschuldet.

Die am Wahlabend kurz nach Urnenschluss verkündete Entscheidung, in die Opposition zu gehen, war im Lande Luthers vielleicht mit zu wenig "Hier-stehe-ich-und-kann-nicht-anders"-Dramaturgie gewürzt, aber inhaltlich eindeutig richtig. Die SPD hatte sich an der Seite Merkels, die viel mehr linke Forderungen umgesetzt hat, als dies der mutigste rote Bundeskanzler gewagt hätte, zu Tode gesiegt. Eine Zeit der Wiedererstarkung, fern vom Klammergriff der alternativlosen Allesverschlingerin, war die naheliegende Reaktion auf das schlechteste Parlamentswahlergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik.

12. Februar 2018

Ein Symbolbild



(Bildquelle: RP online)

Es gibt Bilder, die, über ihren unmittelbaren Anlaß hinaus, das Potenzial haben, zum Symbol zu werden. Weil sich in ihnen bündelt, was eine Zeit, einen Zeitgeist ausmacht - und was in der Gesellschaft, für deren Zustand sie zum Symbol werden, falsch läuft. Der heutige Rosenmontag in Köln hat ein solches Bild geliefert. Am Rande des Rosenmontagszuges haben die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, des Kölner LKA-Beamten im Rang eines Polizeikommissars gedacht, der vor zwei Tagen, am Samstag, den 10. Februar, ermordet worden ist, als er am Chlodwigplatz vor eine fahrende Straßenbahn gestoßen wurde. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat dazu mitgeteilt: "Der engagierte Kriminalbeamte bekämpfte im Dienst den islamistischen Terrorismus und suchte in seiner Freizeit Ausgleich im Kölner Karneval."

Frau Reker und Herr Laschet haben sich dafür entschieden, das Angedenken an einen ermordeten Vertreter dieser Staatsmacht - dessen Aufgabe die Bekämpfung der größten unmittelbaren Bedrohung des Westens war: das Terrorismus auf islamischer Grundlage - in Clownskostümierung durchzuführen.

11. Februar 2018

张艾嘉 / Sylvia Chang - 童年 (1981)

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Die Sonntage den Künsten!



张艾嘉 - 童年 (1981)

池塘边的榕树上 知了在声声叫着夏天
操场边的秋千上 只有蝴蝶停在上面
黑板上老师的粉笔 还在拚命叽叽喳喳写个不停
等待着下课 等待着放学 等待游戏的童年

福利社里面什么都有 就是口袋里没有半毛钱
诸葛四郎和魔鬼党 到底谁抢到那支宝剑
隔壁班的那个男孩 怎么还没经过我的窗前
嘴里的零食 手里的漫画 心里初恋的童年

总是要等到睡觉前 才知道功课只作了一点点
总是要等到考试以后 才知道该唸的书都没有唸
一寸光阴一寸金 老师说过寸金难买寸光阴
一天又一天 一年又一年 迷迷糊糊的童年

没有人知道为什么 太阳总下到山的那一边
没有人能够告诉我 山里面有没有住着神仙
多少的日子里 总是一个人面对着天空发呆
就这么好奇 就这么幻想 这么孤单的童年

阳光下蜻蜓飞过来 一片片绿油油的稻田
水彩蜡笔和万花筒 画不出天边那一条彩虹
什么时候才能像高年级的同学有张成熟与长大的脸
盼望着假期 盼望着明天 盼望长大的童年
一天又一天 一年又一年 盼望长大的童年

10. Februar 2018

Randbemerkung: Der Zlatko der deutschen Politik

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Einnern Sie sich noch an Zlatko Trpkovski? Nein? Vielleicht nicht direkt aufgrund des Namens, aber war da nicht einmal ein Containerbewohner mit diesem Vornamen aus dem Big Brother Haus? Genau. Das war Zlaktko Trpkovski. Er war Teilnehmer der ersten Staffel von Big Brother (lange bevor die endlosen Ströme von Selbstdarstellern das Format zerstörten) und gelangte im Jahr 2000 zu einer dadurch bedingten, vorrübergehenden Berühmtheit, die man zurecht als Hype betrachten kann.

"Neue Hymnen braucht das Land." Liebe SPD...

... liebe Parteimitglieder, liebe Genossinnengenossen, liebe Ls, Bs, Qs., liebe Trans- und Cis-, liebe Von und Zus, liebe Unerschlossene, liebe Entsprungene und Fassungslose, liebe Neuzugänge und Altkader: aus Anlaß der aktuellen Entwicklung und der fünften Jahreszeit, da der Matto regiert und die demnächst nach dem Willen des EU-Politbüros die ganzjährige Sommerzeit ablösen wird, wird es Zeit, uns auf unsere alten Traditionen zu besinnen, aber dabei auch nicht das Neue aus dem Blick zu verlieren. Es ist schön, daß man in der SPD wieder begonnen hat, sich auf das traditionelle Liedgut zu besinnen ("Die Genossen singen wieder die alten Lieder"). Aber, liebe Genossnn'ngenossn, darin spiegelt sich nicht das Neue, das Unerhörte, das die Menschen im Land aufhorchen läßt, ja sie geradezu in den Bann schlägt und unsere Partei an die Spitze einer Entwicklung setzt, der die anderen Parteien unweigerlich folgen werden. Und, seien wir ehrlich: mit alten Gassenhauern wird "Wenn wir schreiten Seit' an Seit'" und "Wir ziehen der Sonne entgegen" wird das heutige Wesen unserer Partei, ihr ureigenstes Lebensgefühl, nicht wirklich getroffen. Zudem sollte zumindest die Melodie einigen anwesenden Genossen geläufig sein. Wir sind ja keine Nationalmannschaft, in der solche Wissenlücken als Zeichen lauterer Gesinnung gelten. "Peinlichkeit und Recht auf Freizeit" könnte so manchem Genossen die Schamröte ins Gesicht treiben, ohne daß es der oder die Betreffende als Begeisterung für die Farbe unserer Partei ("glüh' im Glanze dieses Glückes") rechtfertigen könnte. "Völker leert die Regale" ließe sich als konsumistisches Manifest mißdeuten; "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern" von Väterchen Franz könnte nicht gefestigten Glaubensgefährten, die törichterweise Ironie und Subversivität vermuten, wo platte Handlungsanweisungen vorliegen, Anlaß zu Kontaktaufnahme mit blauroten Schmuddelkindern geben. Die "Polonäse Blankenese", die an sich in Melodie wie Text auf das Ausmaß der musischen Befähigungen unserer Partei perfekt zugeschnitten scheint, ist leider angesichts der Zeile "und jetzt geht es weiter, mit ganz großen Schritten"  - welch hervorragendes Motto für unsere Partei! - "und Erwin faßt der Heidi von hinten an die - Schulter" unter progressierendes #MeToo-Verdikt gestellt worden. Reinhard Meys "Was kann schöner sein auf Erden als Politiker zu werden" ist zwar treffgenau, übersteigt aber leider die Merkfähigkeit der meisten Genossen um Lichtjahre, Entschuldung: Megabyte.

8. Februar 2018

Personalprobleme

Die "große" Koalition steht. Jedenfalls bis zum SPD-Mitgliederentscheid. Der Koalitionsvertrag löst erwartungsgemäß nirgendwo Begeisterung aus, aber entspricht eben dem schlechten Wahlergebnis. Und nachdem die Koalitionäre sich endlich durchs Inhaltliche gequält hatten, durften sie dann endlich Posten verteilen, das ging ganz schnell.

Das Ergebnis ist etwas überraschend. Die SPD bekommt wichtigere Ressorts und kann damit vor ihrer Basis die Erfolglosigkeit bei den Inhalten etwas kaschieren. Auch die CSU gewinnt - als Ausgleich dafür, daß sie ihre zentrale Forderung "Obergrenze" wieder einmal nicht durchsetzen konnte. Und auf der Strecke bleibt die CDU, die noch nie als Regierungspartei im Bund so schlecht bei der Ressortverteilung abgeschnitten hat.

Schauen wir uns das mal genauer an:

6. Februar 2018

SpaceX - Falcon Heavy - Erststart, Videolink


(Quelle: CBS News)

In gut 90 Minuten, um 15:10 Uhr Eastern Standard Time oder 21:10 Uhr Mitteleuropäischer Zeit, beginnt das Startfenster für den heutigen Erststart der Falcon Heavy der Firma SpaceX. Aus diesem Grund hat sich Zettels Raum zu etwas Neuem entschlossen - einem Experiment freilich, für dessen Gelingen genausowenig eine Garantie abgegeben werden kann wie für den erfolgreichen Jungfernflug von Elon Musks Mond- und Marsrakete: der Versuch einer Einbindung einer Liveübertragung, eines Web- oder Livecasts.



In jedem Fall läßt sich der Start auch live auf der Netzheimseite der Firma SpaceX verfolgen. Im obigen Fall wurde die YouTube-Präsentation desselben Videofeeds genommen, da diese Plattform erfahrungsgemäß wegen ihrer größeren Bandbreite weniger zum Einfrieren und Pausieren neigt.


Für den Fall, daß der heutige Start gelingt, wird der Livestream durch das YouTube-Video des Starts, zur beliebigen Wiederholung, ersetzt werden und dieser kurze Text durch einen etwas ausführlicheren, den hiesigen Usancen entsprechenden Netztagebucheintrag. Fall sich der Start verzögert oder in den nächsten Tagen ein neuer Startversuch angesetzt werden muß, wird dieser Eintrag entsprechend abgeändert und aktualisiert werden. Es handelt sich also um ein work in progress.

Nachtrag, 22:50. Wie mittlerweile allgemein bekannt sein dürfte, war es - wieder einmal - ein Bilderbuchstart. Die einzige Frage, die noch offen ist, ist: wie ist der Zustand der zentralen Erststufe, deren Landung auf der unbemannten schwimmenden Landeplattform Of Course I Still Love You nicht übertragen wurde? Elon Musk hat während der ganzen Vorbereitungszeit seit November 2017 betont, daß das Risiko, daß bei diesem allerersten Start irgendetwas nicht nach Plan verlaufen könnte, sehr hoch sei. (Als angelegentliche Erinnerung: der seltsame Name dieses Schiffs - und seines Pendants im Pazifik, vor der kalifornischen Küste vor der Vandenberg Air Force Base, Just Read the Instructions, sind dem SF-Roman The Player of Games des schottischen Autors Iain M. Banks von 1988 entnommen.)

Nachtrag 2, 23:15: Mittlerweile ist der Start als YouTube-Video verlinkbar. Die Synchron-Landung der beiden seitlichen Erststufen erfolgt im unten eingebundenen Video bei Minute 9 und 30 Sekunden.



Nachtrag 3, 00:50. The Nachrichtenseite The Verge berichtet zum Verblieb der mittig montierten Startstufe dies. Eine offizielle Bestätigung von SpaceX liegt bislang noch nicht vor.

Zentrale Erststufe, Nachtrag.

https://www.theverge.com/2018/2/6/16980954/spacex-falcon-heavy-rocket-middle-core-failed-landing

The middle booster of SpaceX’s Falcon Heavy rocket failed to land on its drone ship
By Loren Grush@lorengrush  Feb 6, 2018, 6:39pm EST
Though the Falcon Heavy’s outer cores successfully landed after launch this afternoon, the middle core of SpaceX’s huge rocket missed the drone ship where it was supposed to land, a source tells The Verge. SpaceX hasn’t yet confirmed this publicly.
It’s a small hiccup in an otherwise successful first flight. The Falcon Heavy rocket took off from NASA’s Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida at 3:45PM ET on Wednesday and made a beautiful arc to space. About two and a half minutes after liftoff, the two outer boosters of the rocket broke away and returned to Earth. The pair then touched down just seconds apart on SpaceX’s two ground landing pads at the Cape called Landing Zone 1 and Landing Zone 2.
At about three minutes after lift off, the center core broke away from the upper stage — the top portion of the rocket that is carrying the Falcon Heavy’s payload, CEO Elon Musk’s Tesla roadster. It then attempted to land on SpaceX’s drone ship, but live video of the landing stalled just before the core was slated to make its touch down. “We lost the center core,” someone said on a separate, unlisted live stream of the launch.
(Link)

Audio: "We lost the center core."

https://twitter.com/King_Drew16/status/960995626103267328

Nachtrag 4, 09:30. The Verge meldet heute morgen:

SpaceX later confirmed The Verge’s reporting in a press conference.

The center core was only able to relight one of the three engines necessary to land, and so it hit the water at 300 miles per hour about 300 feet from the drone ship. As a result, two engines on the drone ship were taken out when it crashed, SpaceX CEO Elon Musk said in a press call after the rocket launch. “[It] was enough to take out two thrusters and shower the deck with shrapnel,” he said.







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U.E.

© Ulrich Elkmann. Für Kommentare bitte hier klicken.

4. Februar 2018

邓丽君 / Dèng Lìjūn / Teresa Teng

Der Sonntag den Künsten!



In der westlichen Pop- und Rockmusik gibt es das Phänomen des "Club 27" - jene Stars und Monstres sacrés des ungezügelten Lebens, die in diesem Alter von der irdischen Bühne abgetreten sind  Brian Jones, Jimi Hendrix, Jim Morrison, Janis Joplin - zuletzt Kurt Cobain und Amy Winehouse (der erste im Reigen dieses Danse Macabre war übrigens 1938 Robert Johnson, später zur Legende gewordener Bluessänger, dessen ihm angedichtete Dämonie womöglich zur unfokussierten Legendenbildung um dieses zufällige Alter beigetragen hat). Im Chinesischen dürfte ein Pendant dazu der Monat Januar sein,  die Zeit, in die viele Geburts- oder Todestage derer fallen, die viel zu früh von uns gegangen sind, etwa von 鳳飛飛, Fong Fei Fei, am 3. Januar 2012 im Alter von nur 58 Jahren gestorben, der "Sängerin mit den 600 Hüten" - dme Kennzeichen jedes ihrer Auftritte, oder  陈琳, Chen Lin, die am 31. Januar 2018 48 Jahre alt geworden.

Holla die Waldfee. Der neue Puritanismus, Zensur, #MeToo



("Hylas and the Nymphs," 1896. 98x162 cm, Öl auf Leinwand.  Abb.: Wikipedia)

In einem Seitenstück zur grassierenden "#Metoo"-Medienhysterie, bei dem man nicht nur den Eindruck hat, daß hier ein Komplex aus Unterhaltungsindustrie, die sie bedienenden Medien und ein wohlfeiler Empörungsmoralismus aus den seit langem intern bekannten und geduldeten Schattenseiten des eigenen Geschäftsmodells Gratiskapital schlägt, sondern auch ein Ablenkungsmanöver großen Stils stattfindet, das von den wirklichen Bedrohungen, denen Frauen und Mädchen in unseren westlichen Gesellschaften ausgesetzt sind ablenken soll - in einem kleinen Seitentrakt des Ministeriums für Kunstfreiheit (auf #Neudeutsch "Minikuf" genannt) ist in dieser Woche, so scheint es, Richtfest gefeiert worden - wie immer im Zeichen der Freiheit der Kunst. Die Manchester Art Gallery verbannte eine der Ikonen der englischen Malerei des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts ins Depot: das Gemälde "Hylas und die Nymphen" von John William Waterhouse (1849-1917) von 1896. Statt dessen werden die Besucher, die einen Blick auf diesen weltberühmte Gemälde werfen wollen, darauf verwiesen, daß die Abhängung selbst "eine Kunstauktion" sei, mit dem Ziel das Bild der Frau im 19. Jahrhundert zu hinterfragen, da die damaligen Künstler in fragwürdigen gesellschaftlichen Vorstellungen befangen gewesen seien. Auch Postkarten dieses Gemäldes wird man im Museumsshop vergeblich suchen.

31. Januar 2018

Seitenhieb: Hollywood setzt ein Statement

In Los Angeles fanden vor einigen Tagen, wie jedes Jahr, auch mal wieder die Verleihungen des Golden Globe statt. Soweit nichts besonderes. Die Filmindustrie feiert sich selber und gerade die Golden Globes sind der perfekte Schauplatz dafür Flagge zu zeigen und weniger unbedingt die erfolgreichsten Filme oder Darsteller zu feiern, sondern sich auch ein wenig mit dem eigenen Gutsein auseinander zu setzen. Insofern ist es auch nicht unbedingt eine Überraschung, dass der deutsche Beitrag den Globe gewann, angesichts dessen, dass er sich mit dem NSU, der bekanntlich erfolglosesten Terrororganisation der europäischen Nachkriegsgeschichte, beschäftigt.

Endlich verständlich. Fakten zur Energiewende

"Und es ist aber so - und das ist einfach Fakt, da kommt man nicht drum herum - wir haben massiv Stromexporte. Wir exportieren ein Zehntel unseres Stroms ins Ausland, in andere Länder. Die osteuropäischen Staaten haben schon gesagt: 'So geht das nicht weiter, ihr verstopft unsere Netze.' Deswegen haben wir gesagt, diese zehn Prozent Export die können wir an Kohle vom Netz nehmen. Und natürlich gibt es Schwankungen. Das ist vollkommen klar. An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet. Ich habe irgendwie keine wirkliche Lust, mir gerade mit den politischen Akteuren, die das besser wissen, zu sagen, das kann nicht funktionieren. Die Bundesnetzagentur, das Bundeswirtschaftsministerium war mit dabei in den Sondierungsgesprächen, als Experten geladen, haben das durchgerechnet." (Annalena Baerbock, seit dem 27.1.2018 Vorsitzende der Grünen und "Realo", am 21. 1. im Deutschlandfunk. Quelle)

Frage an Radio Eriwan: Kann man im Netz Strom speichern?
Radio Eriwan antwortet: Im Prinzip ja. Aber wenn die Akkus zu schwer werden, reißt es.





(Abb.: Amazon.de)

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U.E.

© Ulrich Elkmann. Für Kommentare bitte hier klicken.

30. Januar 2018

"700 Tage." Ein wenig Zahlenmagie.

Nein, keine mathematischen Tricks, eine Aufaddierung, Quersummen, Faktorierung nach Primfaktoren oder Gödelisierung, keine Gematria (jene antike Methode, mittels der etwa die biblische "Zahl des Tieres" in der Apokalypse des Johannes als Verweis auf konkrete Personen ausgedeutet worden ist, weil den Buchstaben des griechischen Alphabets neben ihrem Laut- auch noch ein Zahlwert eignete), auch nicht jene Spielart der phantastischen Literatur, die sich die Unverständlichkeit mathematischer Formeln und ihre Ähnlichkeit mit magischen Sprüchen zunutzen macht (etwa in L. Sprague de Camp und Fletcher Pratts The Mathematics of Magic von 1940). Nein, viel niederschwelliger: die Zahl selbst als Ankerpunkt, als Signum magischen Denkens gewissermaßen. "Magisches Denken" besteht ja, entre nous soit dit, in der Hoffnung, ein ständiges Sich-vor-Augen-Rufen eines Gegenstandes, einer Situation möge, aller lebensweltlichen Evidenz trotzend, doch eine Wirkung zeitigen. Die psychologische Wirkung sollte nicht unterschätzt werden. Vom beständigen Zählen des Geldbeutelinhalts nimmt dieser nicht zu; das beständige Voraugenführen eines Zeitraums hingegen ändert die Optik durchaus - vor allem, wenn dieser noch in der Zukunft liegt.

Mit dem heutigen Tag sind es noch genau siebenhundert Tage, bis wir das Jahr 2020 erreichen, bis wir ins dritte Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts eintreten. (Eine besonders irreale Färbung erhält dies für Leute, denen "das Jahr 2000" vor seinem Eintreten immer, über Jahrzehnte hinweg, Signum und Wegmarke "der Zukunft" war, ein aufgeladenes Symbol von Zukunftshoffnungen, -ängsten und Projektionen). 700 Tage, also genau einhundert Wochen: Mit jeder verstrichenen Woche liegt ein Prozent der so umrissenen temporalen Reststrecke hinter uns. Ein solche zugegeben leicht mutwillige Optik resultiert zumindest in einem leichten Erschrecken. Rückgeblendet über die gleiche Distanz finden wir uns am 2. März 2016 - sechs Monate nach dem wohl fatalsten Ereignis deutschen Geschichte im 21. Jahrhundert, der mutwilligen und blinden Grenzöffnung durch Frau Merkel, und einen Monat vor Abschluß des so folgenlosen wie hilflosen "Türkeideals" mit der Regierung Erdogan. Und da der Mehltau, der sich über dieses Land, diese Regierung und ihr Handeln gelegt hat, der alles lähmt, der die Akteure wie in einen gefrorenen Schlamm bannt -erstarrt, grotesk, Zerrbilder - nicht etwa, wie an dieser Stelle vor gut Jahresfrist gemutmaßt, "weg ist", aufgebrochen, sondern angewachsen ist, bis man nicht mehr sagen, ob unter Mehltau und Verkrustung noch irgendwelche Akteure vorhanden sind, oder ob hier ein gespenstischer Selbstlauf nur noch politisches Handeln imitiert, daß nichts mehr darunter ist, das noch reanimiert werden könnte - gibt eine solche Optik eine Gewißheit: daß in dieser kurzen Zeit nichts mehr an nennenswertem Handeln erfolgen wird, daß das "politische Handeln", das sich in diesem Land nur noch als folgenloses Steigenlassen von Sprechblasen ereignet, in diesem winzigen Zeitraum nicht mehr ändern wird. Dies ist der Sinne dieses "geistigen Exerzitiums" sensu Loyola: schlagartig klarzumachen, daß wir uns, jetzt schon, am Ende eines vergeudeten Jahrzehnts befinden. 

28. Januar 2018

胡德夫 - Hu Defu (Ara-kimbo)

Der Sonntag den Künsten!



坐斷幾個春天?
又坐熟多少夏日?
當你來時,雪是雪,你是你
一宿之後,雪既非雪,你亦非你
直到零下十年的今夜
當第一顆流星騞然重明 

你乃驚見:
雪還是雪,你還是你
雖然結趺者底跫音已遠逝
唯草色凝碧。

22. Januar 2018

"Lieber Martin Schulz..." Ein Brieflein unter Freunden

Sehr geehrter Herr Schulz, sehr geehrter Herr Parteivorsitzender, lieber Genosse, ach was: lieber Martin - es ist wieder spät am Abend, und wie ich schon vor kurzem an dieser Stelle Deinem Parteigenossen Sigmar sagte, darf im Schutz der Dunkelheit und unter Freunden so manches Erwähnung finden, das im Licht des hellen Tages zwielichtig anmuten könnte. (Nein, es handelt sich hier um keinen Metaphernbruch - Rhetoriker - das sind Leute, die sich mit der Kunst des effektiven öffentlichen Sprechens befassen - sprechen von "Katachrese" - sondern um ein Oxymoron im erweiterten Sinn: so wie ein weißer Schimmel oder eine verantwortungsbewußt agierende SPD.) Nun haben sich also Deine Genossen auf dem gestrigen Parteitag in Bonn für den Weg in die erneute Großkoalition entschieden, mit einem Stimmverhältnis von 362 Weiter-So-Stimmen zu 279 Betriebsklimaleugnern. Wenn man die Vorstandsstimmen subtrahiert, sieht es spannender aus: 323 zu 313. Aber alles andere als ein Unentschieden bringt das Team eine Runde weiter.

21. Januar 2018

Mal wieder ein kleines Quiz

Der Sonntag den Künsten! - Auch wenn es sich nur um die leichteste der Musen handelt. (Aber es sollte schon auffallen, daß aus dem klassischen Neungestirn der inspirierenden höheren Instanzen, wie es sich zum Ausgang der griechischen Antike konstituiert hat, als Mnemoniden, diverse für durchaus jugendbewegte Inspiration zuständig waren: Therpsichore für den Tanz, Euterpe für Songlyrik und Flötenspiel, mithin Tanzmusik, Erato für die Liebeslieder und Polyhymnia für den Gesang, bzw. die Musik im Allgemeinen.) Und es geht nicht darum, das Werk eines Musikers, einer Sängerin vorzustellen und kurz den Hintergrund zu umreißen - sondern einzig, um einige Fundstücke aus dem größten Musikarchiv, das die Kulturgeschichte hervorgebracht hat, ganz ohne dergleichen zu intendieren - spazierenzuführen anhand der Leitfrage: "Erkennen sie die Melodie?"

Älteren Lesern wird diese Wendung noch als Titel einer Quizsendung des Zweiten Deutschen Fernsehens in Erinnerung sein, die von 1969 bis 1977 unter der Leitung von Ernst Stankowski den Ruf des Senders als knastriger "Kukident-Sender" konsolidieren half; freilich handelt es sich auch hier, wie bei so einigen Meilensteinen deutscher Fernsehkulturgeschichte, um einen Import von jenseits des Großen Teichs, wo Name That Tune seit 1952 vom Sender NBC produziert wurde.

Natürlich erwarte ich nicht, daß irgendeinem Leser die Namen der Sänger jemals untergekommen sind oder daß auch nur eine Silbe des Textes verständlich ist. Aber Unterhaltungsmusik, gerade auch Pop, Jazz, Rock zeichnet sich nicht zuletzt dadurch aus, daß der Text durchaus von nachgeordneter Bedeutung ist.

So, without further ado...
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20. Januar 2018

"You Are Fake News!"

Jetzt hat Präsident Donald Trump also die Gewinner seiner im November angekündigten "Fake News Awards" angekündigt: die Spitzenreiter unter den Medienberichten über ihn und seine Regierung, die sich als falsch, uniformiert und in nicht wenigen Fällen wohl auch bewußt verfälschend von Fernsehsendern und Medienkonzernen während des ersten Jahres seiner Päsidentschaft lanciert worden sind. Auch in unseren Medien hat das - wie alles, was mit der Person Trumps zusammenhängt - ein Echo gefunden, wenn auch zumeist, ebenso erwartbar, mit einem Spin ins Negative: "peinlich" (so die Hamburger Morgenpost), "Der Präsident der alternativen Fakten" (so n-tv), "der Twitterkindskopf" (so Jakob Augsteins "Meinungsmedium" der freitag). Den "Stuttgarter Nachrichten" fiel sogar eine aparte Parallele ein: "Wandelt Donald Trump auf Stalins Spuren?" (Bestimmt tut er das. Älteren Zeitgenossen wird noch lebhaft in Erinnerung sein, wie das Väterchen die großen Medien des Sowjetimperiums wie Новая Газета, Известия, und vor allem Правда Jahr für Jahr für die von ihnen verbreiteten Lügen prämierte.) Angesichts des am dieser Stelle schon vermerkten medialen "Alzheimer-Befundes" scheint es dennoch ratsam, die Liste der würdigen Preisträger hierherzusetzen, bevor die kleine Episode im "rasenden Stillstand" untergeht, weil sich die Medienmeute erwartbar auf den heute in Kraft getretenen "Government Shutdown" aufgrund des durch die Intransigenz der Democrats nicht rechtzeitig verabschiedeten Regierungshaushalt kapriziert: als kleinen Baustein im Erinnerungspalast der Gegenwart. Und "weil es so schön ist". Die Netzseite Gateway Pundit  referiert kurz und präzise die diesjährige Siegerliste.

Schweden implodiert

Wenn es um Entwicklungen in Europa (und nicht zuletzt Deutschland) geht, dann wird oftmals auf Schweden verwiesen, die in mancher Beziehung "schon­ weiter" sei. Sei es die schwedische Offenheit, der Sozialstaat, das Schulsystem, das Rechtssystem und noch diverse Dinge mehr. Richtig daran ist auf jeden Fall, das Schweden bei einigen Entwicklungen, die wir derzeit in der BRD beobachten, tatsächlich schon Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, "vorraus" ist.
Insofern ist Schweden eigentlich ein ausgesprochen interessantes Beispiel, dass sich zu betrachten lohnt, wenn man Entwicklungen, die man in Deutschland in den letzten Jahren angestossen hat, in ihrer Auswirkung beobachten will.

16. Januar 2018

Kurioses, Kurz Kommentiert. "Feuer und Zorn": Drump gelaufen



Vor genau einer Woche, am 9. Januar 2018,  ist in den USA ein Sachbuch erschienen - nein, dieser Auftakt ist womöglich unter Fake News (oder Alternative Fakten) einzuordnen, da das Verhältnis dieses Textes zur sogenannten Wirklichen Wirklichkeit schon aufgrund seiner Genrezugehörigkeit ein schilldrndes ist. Vor 7 Tagen also erschien im New Yorker Verlag Henry Holt ein "politisches Enthüllungsbuch," eine vermeintliche Chronique scandaleuse der ersten elf Regierungsmonate des amerikanischen Präsidenten, dessen Verlagsankündigung ungeahnte Aufschlüsse und Einblicke versprach und das, nach den gewaltigen Stapeln in den Filialen der großen Buchhandelsketten und dem sofortigen Besetzen der Pole position der Bestsellerlisten zu urteilen, sich jenseits des "Großen Teichs" tatsächlich verkauft wie das sprichwörtliche geschnittene Brot. Das Buch Fire and Fury: Inside the Trump White House des amerikanischen Journalisten Michael Wolf ist, so könnte man meinen, zu jenem Projektil geworden, mit dem der fünfundvierzigste Präsident der Vereinigten Staaten endlich waidwund geschossen, politisch erledigt und aus seiner Position entfernt werden kann. Die auf allen Kanälen betrieben Bewerbung beschränkt sich freilich auf geringe Variationen des Satzes "Trump is worse than we thought." Ein Skeptiker mag an dieser Stelle fragen, wie eine weitere Verschlechterung seines Rufes im Spiegel der Medien, hüben wie drüben des Atlantiks, bitteschön erreicht werden soll angesichts des seit eineinhalb Jahren andauernden Dauerfeuers, der Gehässigkeit, Unterstellungen und schlichten Niederträchtigkeit, mit der seine Amtsführung und vor allem seine Person bedacht wird. Eine Niederträchtigkeit, die in der Geschichte der Massenmedien in der freien Welt wohl noch niemals dagewesen ist. Wer so fragt, verkennt die Natur solcher Propaganda: nicht der Rückblick, die kontinuierliche Steigerung, die Erzeugung eines sich entwickelnden Narrativs gehört zu ihrer Natur, sondern die momentane Wirkung, die schiere Gegenwart. Es erlaubt dieser Art von Suggestivbeschallung, sich chamäleonartig zu wandeln und morgen das glatte Gegenteil von dem zu verkünden, was gestern noch unumstößliche Wahrheit war. Eurasia has always been at war with Oceania.

14. Januar 2018

天天天藍 / Tiāntiān tiān lán. Das Lied vom blauen Himmel

Der Sonntag den Künsten!


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潘越雲 - 天天天藍 





天天天藍 教我不想他也難

不知情的孩子 他還要問

你的眼睛 為甚麼出汗


情是深 意是濃
離是苦 想是空

12. Januar 2018

Der Feind im eigenen Kopf. Gedanken zu einem Frosch.

Es begab sich das ein Frosch und ein Skorpion sich an einem Flußufer trafen. Der Skorpion wollte den Fluß überqueren und bat den Frosch ihn herüber zu tragen. Der Frosch wollte das nicht, denn er hatte Angst auf dem Weg gestochen zu werden. Der Skorpion aber wand ein, dass das sehr töricht wäre, denn dann würden beide ertrinken. Nach einigem Nachdenken entschloss sich der Frosch den Skorpion auf seinem Rücken zu tragen. In der Mitte des Flusses holte der Skorpion aus und stach den Frosch in den Rücken. Im Sterben noch voller Ungläubigkeit fragte der Frosch, warum der Skorpion ihn gestochen habe, jetzt würden doch beide sterben. Der Skorpion stimmte zu, sagte aber nur: Ich bin ein Skorpion. Das ist meine Natur.

9. Januar 2018

Gedanken zur Moral unserer Zeit

­In meiner Jugendzeit gab es einen Witz, welcher das vorherrschende Lebensgefühl einer ganzen Generation recht treffend auf den Punkt brachte:

 Treffen sich zwei Planeten im Weltall. Sagt der eine zum anderen: Siehst schlecht aus. Sagt der andere: Ja, ich habe Homo sapiens. Sagt der Erste: Hatte ich auch mal. Das geht vorbei.“